Gedanken zur Ausübung der Hexenarbeit

Es gibt Leute die kaufen sich ein Zauberbuch und fangen danach gleich Rituell-magisch zu arbeiten an. Das ist meiner Meinung nach, wie Galopp Reiten ohne überhaupt reiten zu können oder Autofahren ohne Führerschein. Im Übrigen sollte man, wenn man Schutzwesen wie Elfen, Feen oder gar Göttinnen ruft, die Höflichkeit doch nicht außer Acht lassen. In der heutigen Zeit kommt man an jeder x beliebigen Ecke an ein „Zauberbuch“ , dabei vergessen die meisten Menschen, das für ein gutes Ergebnis auch etwas gelernt werden muss.

Du rufst Wesen, Energien und Kräfte, die Dich überhaupt nicht kennen und denen Du Dich nicht vorgestellt hast und über deren Hintergründe du nichts weist. Erst dann, wenn Die Elementarwesen und die Götter Dich anerkannt haben, beachten und erhören Sie Dich auch! Zeit spielt dabei eine erhebliche Rolle, je mehr Du in der Natur Kontakt aufnimmst, immer an einen bestimmten Ort gehst, umso eher nehmen sie Dich wahr! Wissen ist unerlässlich, will man ein Ritual oder Magie ausüben, das auch funktioniert. Wissen um Kräuter, das Zusammenspiel des Jahreszyklus und der Elemente, Sonnenstand und Mondphasen, Götter und Göttinnen. Auch das Zusammenspiel der Kräfte und Negative Energien (im Allgemeinen als Dämonen oder Böse Geister bezeichnet) gehören dazu.

Man muss die angestrebte Wandlung im Leben wirklich wollen, und dazu gehört viel Mut und Verantwortung, denn man muss sich klar werden, was das wirklich bedeutet und das alles zwei Seiten hat. Und wenn man dann den Zauber gewirkt und das Ritual beendet hat, sollte man diesen getrost "vergessen" und den Göttern überlassen, was das Schwierigste ist. Das ist die eigentliche Magie: Ich übergebe meinen Zaubern den Göttern und denke nicht mehr darüber nach. Das Vertrauen in diese Wesen ist das A und O! Vertraust Du nicht, hat der Zauber keinerlei Wirkung. Und Stillschweigen! Eine Hexe schweigt!

Gefahren der Magie
Das Praktizieren von Magie birgt aber auch einige Gefahren in sich. Viele Probleme, die durch die Magie entstehen, liegen häufig in uns selbst begründet. Die Magie wirkt oftmals nur als verstärkender Faktor, welcher z.B. eine psychische Erkrankung zum Vorschein kommen lassen kann. Menschen, die psychisch instabil sind, sollten daher darauf verzichten sich mit der Magie zu beschäftigen. Der Glaube der Hexen ist keine Therapie und nicht in der Lage solche "Defizite" zu neutralisieren. Das Hexentum offenbart uns die verborgenen Winckel unseres Seins. Diese können oftmals sehr dunkel und grausam sein. Wir müssen dann jedoch lernen mit ihnen umzugehen und sie zu akzeptieren. Nicht unser negatives Selbst verbannen sondern annehmen und damit zu arbeiten und zu leben, lautet die Devise. Seinen Ängsten und negativen Seiten bewusst zu werden und diese zu akzeptieren sollte mit das erste sein, woran eine Hexe arbeiten sollte.

Eine stabile Psyche und ein ausgeglichenes Selbst ist eine Grundvoraussetzung zum Praktizieren von Magie und dem Kontakt mit den Naturgeistern und den Göttern. Dein erster Schritt auf dem alten Pfad sollte daher zu nächst der Arbeit an dir selbst und die Ergründung deines Seins gelten.Diese Tätigkeit wird dich auf deinem Weg immer begleiten, mal stärker und mal schwächer. Es ist wichtig, dass du dich mindestens ein Jahr intensiv mit den Grundlagentechniken der Magie und dem Glauben der Hexen auseinander setzt, bevor du dich an Rituale und Magische Techniken wagst. In dieser Zeit wirst du wahrscheinlich noch kein tiefes Verständnis von der Magie und ihren Wesen erlangen, doch sollest du dir eine Basis erarbeiten können. Du musst sicher verschiedene Schutztechniken beherrschen und wissen, dass du dich auf deine Kräfte verlassen kannst. Das Problem mit der Magie ist nicht, ob sie funktioniert, sondern dass sie funktioniert.
Magie ist nichts kurzlebiges, es erfordert viel Zeit und Geduld um auf ihrem Weg zu wandeln, denn es gibt so unendlich viel zu lernen und zu erfahren, dass ein ganzen Menschenleben nicht dafür reicht. Schaffe dir also zunächst eine sichere Basis ( Grundtechniken, Grundwissen ), auf welcher du später aufbauen kannst.

Einige Hexen interessieren sich besonders für Kräuter und ihre Heilwirkungen, andere für Krafttiere, weitere für das Wissen und die Magie der Bäume, wiederum andere wenden sich vollkommen der Ritualmagie zu usw. Es gibt unzählige Möglichkeiten, was du machen kannst, gehe einfach nach deinen eigenen Interessen vor, probiere verschiedenes aus und sei allem Neuen gegenüber offen. Umso mehr Du auch über die Zusammenhänge und die Wurzeln des Hexentums weist, umso besser.

Ich möchte dir nun kurz einige Gefahren aufzeigen die ich bei Menschen selbst erlebt habe:
Einige Menschen erleben bei diversen Zauberkram und Kontakten ( z.B. Dämonenbeschwörung , Witch Bord , Gläserrücken .. ) so schreckliche Dinge, dass sie anschließend Psychische Störungen aufweisen und Ärztliche Hilfe beanspruchen müssen. Diverse Energien können dafür sorgen, dass in dir schreckliche Gefühle aufsteigen, zum Beispiel kannst du das Gefühl zu haben, verfolg zu werden oder ständige Ängste. Solche Erlebnisse können dich dann dein ganzes Leben lang begleiten und beeinflussen.

Je länger du dich mit Magie beschäftigst, desto sensibler wird deine Wahrnehmungsfähigkeit. Hier durch wirst du die negativen Energien und Schwingungen der dich umgebenden Menschen intensiver spüren. Wenn du nicht lernst, mit diesen Energien umzugehen und dich entsprechend abzuschotten, wirst du irgendwann überempfindlich werden. Du wirst hinter jedem Baum ein gefährliches Wesen erwarten, glauben, dass du selbst bei einer kleinen Erkältung verflucht worden bist und niemandem mehr trauen. Angst wird dein ständiger Begleiter sein, bis du dich nicht mehr aus dem Haus trauen wirst.

Am Anfang, besonders, wenn du die ersten Erfolge erlebt hast, wirst du vielleicht glauben, dass du alles tun könntest, dass deine Macht unbegrenzt ist und die Magie der Schlüssel zu allem ist. Aber irgendwann wirst du mit Magie nichts erreichen und vielleicht deinem besten Freund nicht helfen können. Du wirst dich schuldig und verantwortlich fühlen, aber du bist es nicht. Magie hat jedoch ganz klar ihre Grenzen. Du bist nicht für alles, was im Universum passiert, verantwortlich. Für dich ist es wichtig zu begreifen, dass Magie nicht die Lösung für alles ist. Oftmals sind „normale“ Aktivitäten im „realen“ Leben wesentlich effektiver. Ebenso muss alles in Waage sein, übst Du ein Magisches Ritual aus, musst du aber auch im Weltlichen „nachhelfen“. Einige Menschen verlieren den Bezug zur Realität, halten sich für heilig und vernachlässigen ihr „normales“ Leben. Es ist wichtig, dass dein Leben auf der irdischen Ebene befriedigend sowie erfüllend ist, denn dieses benötigst du als Ausgleich zur Magie und damit du selbst im Gleichgewicht bleibst. Stabilität gerade im Familiären Umfeld ist wichtig, wenn Du Partnerschaftliche oder gar Gesundheitliche Probleme hast, solltest Du nicht mit der Hexenkunst arbeiten.
Verlierst du dein inneres Gleichgewicht wird dies deine magische Arbeit behindern und kann in extremen Fällen für dich gefährlich werden. Regelmäßige Erdungsübungen können dir zusätzlich helfen die „Bodenhaftung“ nicht zu verlieren.