Es spricht die Göttin:

Ich gehe schwanger! Ich bin so überladen und üppig bestückt mit Früchten, Blumen und Kräutern, das ich mich kaum bewegen kann. Wo mein Auge hinblickt, wächst und gedeiht es. Trächtig und träge sind die Waldtiere und nur die Nächte versprechen ein wenig Abkühlung von der Hitze des Tages. Aber ihr seit ja selber schuld! Ich ziehe mich in die Wälder zurück, in die Quellen oder Flüsse. Ihr versteckt Euch in stickigen Wohnungen und bewegt Euch auf nicht atmender Erde, die ihr Asphalt nennt. Kein Wunder das ihr nicht Atmen könnt. Ihr verbaut Euch Eure Vorgärten, so dass kein Windzug mehr in Eure Zimmer hineinkommt und lasst mich nicht mehr zu Atem kommen! Aber Du weißt es besser, nicht war, meine Tochter?! Du kommst zu mir, redest und betest. Du sollst an meiner Üppigkeit teilhaben! Ich lasse meine Kinder nicht alleine, wenn sie in Dankbarkeit für ihre Ernte ein Fest für mich geben! Schau zu Deinen Füßen auf dem Waldboden, siehst Du es? Ich habe es versteckt, aus Dankbarkeit, das Du immer wieder hierher kommst zu mir, um mit mir zu reden, habe ich extra für Dich ein Kraut wachsen lassen! Nimm es mit, Du kannst es gebrauchen..

Mein August:
Der August fängt gleich mit einem Fest an : Lammas,
Dies ist das kleine Erntefest. Alles ist überreif und erfüllt von Leben. Der Hochsommer ist da, mit all seinem Reichtum an Gaben! Noch einmal zeigt der Sommer sein strahlendes Lächeln! Die Bauern holen nun ihr Korn ein. Der Kornkönig wird in die Erde gegeben, als Dank für die gute Ernte. Alles geht aus ihr hervor und kehrt zu ihr zurück, auch ein schönes Ritual mit Kindern. Wir bedanken uns und lassen die letzten Monate Revue passieren. Ich ernte nun alles was ich gesät habe auch auf geistiger Ebene. Der Reichtum der Erdenmutter wird nun eingeholt und verarbeitet. Die Natur zeigt sich in ihren letzten Zügen verschwenderisch an Farben und Formen, Früchten und Lebewesen! Wir tun es ihr in diesem Monat gleich. Wir basteln mit unseren Kindern aus gesammelter Rinde kleine Boote. Mit Schwimmkerzen und Blumen geschmückt, werden sie am Ruhrufer auf eine Bunte Decke gelegt und wir zelebrieren ein kleines Ritual. Mit Gesang werden sie dem Wasser übergeben und wir sehen ihnen noch lange nach…

Wassergesang:
Der Fluss will zum Meer
Will fließen und wachsen
Der Fluss will zum Meer und nichts hält ihn auf.
Göttin, komm trage mich,
Dein Kind bin und bleibe ich.
Göttin, komm trage mich,
trag mich zum Meer!

Lamas:  1 und 2 August / Brotfest
Geschichtliches:
Lug ist der keltische Sonnengott und Lughnasa, heißt wörtlich "Festspiel des Lugh" . Schnitterfest hieß es, weil das reife Korn geschnitten wurde, es war das keltische "Vor der Ernte Fest". Das Fest wurde damals 2 Wochen hindurch gefeiert. Aus dem gesamten Landesgebiet kamen Menschen zusammen. Die große Mutter-Göttin wird zur Schnitterin, die sich vom Leben ernährt, damit neues Leben wächst. Mit dem Schnitt der Sense stirbt der Kornkönig und kehrt in den Leib der Mutter / der Erde zurück. Hier kommt auch die keltische Ansicht über den Tod zum Vorschein:
Sterben um Leben zu fördern, es ist keine Vernichtung, kein brutales Ende, sondern sterbend Energie umzuwandeln, damit sie vervielfältigt wird zu neuem Leben. So werden aus jeder Ähre vielfach neue Halme wachsen.
Mit dem Ende des Lugnasad Festes ist auch die Hohe Zeit im Jahr vorüber. Das Fest wird auf einem Hügel gefeiert, vorzugsweise in der Nähe des Aufenthalts von Schlangen (symbolisieren die Verbindung zur Erde/Unterwelt/Totenreich), von dem aus man einen guten Ausblick auf die Felder mit der Ernte hat. Inhalt dieses Festes ist es u.a., um den Schutz der Ernte vor Unwettern zu bitten, d.h. allgemein um eine gute, hindernisfreie Ernte. In anderen Gegenden werden in die Festlichkeiten auch die Quellheiligtümer mit einbezogen oder an Ufer großer Gewässer (Fluss, Meer) gefeiert.

Lug(h)nasa(d) war das vierte große Fest im keltischen Jahreskreis, das Fest zum Herbstbeginn. Es war das Fest vor der Ernte, das der äußeren und inneren Vorbereitung auf die selbe dienen sollte und ebenfalls Ursprünge hat, die weit hinter die Kelten zurückreichen. Lugnasad könnte die Bedeutung "Hochzeit des Lug" haben. Lug, der "Meister aller Künste" der irokeltischen Sage, der ursprünglich ein Sonnen- und Blitzheros und ein Erdbefruchter war, hatte nach diesen Sagen eine "Ziehmutter" namens Tailtiu, die nichts anderes ist als die Nachfolgerin einer steinzeitlichen Erd- und Muttergöttin.
"Oenach Tailteann", das große Fest zu ihren Ehren begann in Irland bereits zwei Wochen vor und endete erst zwei Wochen nach Lugnasad - also genau am 15. August, jenem Tag, an dem heute die katholische Kirche die "Himmelfahrt" der "Gottesmutter" Maria, deren "Hochfest", feiert.
Lugnasad war ein erdverbundenes und ein ausgelassenes Fest, ein Volksfest mit Jahrmarkt, Wettkämpfen, Pferderennen, künstlerischen und politischen Vorträgen und religiösen Zeremonien, wovon sich in Irland, trotz zeitweiligem Verbot durch die katholische Kirche einige (z.B. rituelle Bergprozessionen zu Ehren der "heidnischen" Schöpfergöttin, der Erd- und Bergmutter) bis heute erhalten haben. Blieb doch gerade in der irokeltischen Variante des Christentums ein Heiliger Berg noch immer ein Heiliger Berg.
Zu Lugnasad ging es schließlich auch um die Kraft des jeweiligen Fürsten oder Königs, die um diese Zeit vor der Ernte am größten gewesen sein soll. Hatte er doch als "weltliches" Pendant des göttlichen Lug, des Heros der Erd- und Muttergöttin, den stärksten Kontakt zu dieser und wurde somit auch verantwortlich dafür gemacht, dass die einzubringende Ernte reich ausfiel.

Lamas als Hexenfest:
Lamas ist ein Fest des Wachstums und der Reife. Wir gedenken des wachsen des Getreides und wir erwarten die Ernte von allem was die Göttin für uns bereithält. Die alten Kelten gedachten an diesem Fest des Kulturbringer und Sonnengottes Lug. Deshalb ist das Fest Lamas auch als Lughnasadh bekannt.
Alles ist übervoll und die Sonne scheint so stark wie nie. Wir bedanken uns und  lassen die letzten Monate Revue passieren.

Wir ernten nun alles was wir ausgesät haben, auch auf geistiger Ebene. Symbolisch  können Sie den Kornkönig als geschmückten Maiskolben in die Erde zurückgeben. Alles geht aus ihr hervor und kehrt zu ihr zurück, auch ein schönes Ritual mit Kindern, um den ewigen Kreislauf des Lebens darzustellen. Der Reichtum der Erdenmutter wird nun eingeholt und verarbeitet.

Da es Ernte Zeit ist, steht die Farbe Gold, wie das Korn, an erster Stelle. Ährenbündel und Sonnenblumen auf dem Altar, goldene Bienenwachskerzen und selbst gebackenes Brot. Kornblumen und selbst geerntete Kräuter. Bastele einen Erntekranz daraus  und lege diesen auf deinen Altar inmitten einer Goldenen Kerze, sieht erhaben aus und es erfreut die Götter. Oder aber bastele eine Kornmutter ( Kornfrau) diese schmückst du dann mit Blumen und heimischen Obstsorten.

Unser Kreisfest:
Alles ist jetzt überreif und unser Erdaltar ist nie so übervoll, wie bei diesem Fest! Jeder dankt nun für das, was er in diesem Jahr geerntet hat. Alte Lieder werden angestimmt und wir sitzen noch lange um diesen üppig ausgestatteten Altar, erfreuen uns an ihm, essen und trinken. Wir genießen es, noch einmal draußen zu sein und die Wärme der letzen Sommersonne zu spüren. Denn jeder weis, dass ab nun die Dunkle Zeit hereinbricht. Wir reichen uns die Hände und spüren gemeinsam in die Energie des Waldes hinein, vielleicht ist es das letzte mal für dieses Jahr, das wir so lange draußen sitzen können oder gar draußen feiern, keine weis es. Zu unberechenbar ist ab September das Deutsche Wetter…

Hexeninformation:
Dieser Monat erhielt seinen Namen von der orakelhaften Juno Augusta. Der Begriff Augurspäter auch auf Priester ausgeweitet, Augustus auf die römischen Kaiser. Eine solche Person war erfüllt vom Geist der Göttin (dem heiligen Geist). Augurare"prophezeien, sehen, wachsen.
Im August ist alles ist überreif und erfüllt von Leben. Der Hochsommer ist da, mit all seinem Reichtum an Gaben! Noch einmal zeigt der Sommer sein strahlendes Lächeln! Die Göttin geht schwanger, voller Beeren, Trauben, Körner und Blumen. Üppig ist ihr strahlender Schwangerer Bauch!
Die Bauern holen nun ihr Korn ein. Der Kornkönig wird in die Erde gegeben, als Dank für die gute Ernte. Viele Bauern lassen auch heute noch eine Reihe Korn Ehren für die Götter auf dem Feld zurück, als Dank für die Ernte Die Natur zeigt sich in ihren letzten Zügen verschwenderisch an Farben und Formen, Früchten und Lebewesen! Auch Sie sollten im August das Leben genießen und es ist der beste Zeitpunkt zu heiraten und Bindungen einzugehen.

Vollmondaspekt:Gerstenmond
Botschaft:sammeln, schätzen, nähren
Aktivität:konzentrierte Weisheit, Meditation
Passende Zauber:alles was mit dem höheren Bewusstsein zu tun hat - Zauber für Weisheit um Geheimnisse zu erfahren oder die Wahrheit herauszubekommen, Prophezeiungen, Astralreisen, bessere zwischenmenschliche Beziehungen.

Hexenfeiertage:
01. Lammas: fest des Brotes ( keltisch)
02. Lammas
04. Fest der Jungfrau Maria (Europa)
08. Tij– Tag ( Nepal)
13. Fest der Diana und Hekate (römisch)
15. Geburtstag der Isis ( nordafrikanisch)
20. Die Sonne tritt in das Zeichen der Jungfrau
23. Fest der Schicksalsgöttinnen
24. Mundus cereris ( Europa)
25. Die Opikonsivien ( römisch)
26. Fest der Ilmatar (finnisch)
Fest der Schicksalsgöttinnen
Es sind die Göttinnen, Urd , Werdandi und Skult, die Geburt und Todesstunde bestimmen, heißen auch Spinnerinnen, weil sie dem Menschen sein Schicksal gewissermaßen zurecht spinnen. Die Erste hält die Spindel, die zweite spinnt den Lebensfaden und reicht diesen der dritten, die ihn durchtrennt. Hexen stehen den Schicksalsgöttinnen sehr nahe und jede Lebensphase hat eine Göttin von ihnen. Überdenke heute welche Hoffnungen sich erfüllt und welche Pläne Du noch hast. Zünde heute eine Schicksalsgöttinnen Kerze an oder kaufe Dir eine 3 verschiedene Kerzen. Für Urd die Jungfräuliche Göttin steht die Farbe Weiß, für Werdandi, die Mutter, steht die Farbe Rot, für Skult, die Alte, Weise und Todesbotin, steht die Farbe Schwarz. Auch die jeweiligen Phasen der Frau stehen unter diesem Aspekten der Göttin.

Hexenrezept:
Holundersirup ( gut bei Erkältungen in den Wintermonaten )
Zutaten: 4,5 L Wasser, 4,5 Kg Zucker, 70g kristallisierte Zitronensäure oder die Schale von 2 ungespritzten Zitronen, 1,3 Kg Holunderblüten oder Holunderbeeren . Wasser, Zucker und die Zitronensäure ( Schalen) vorsichtig aufkochen. Die entstielten Holunderblüten oder die Beeren dazugeben. Alles zusammen nochmals etwa 40 Minuten kochen lassen dann den Topf vom Herd nehmen und einen Tag durchziehen lassen. Am nächsten Tag das ganze durch ein Baumwolltuch oder ein Sieb filtern. Der Sud kann nun unverdünnt über Eis oder Pfannekuchen serviert werden. Aber auch bei Erkältung mit heißem Wasser getrunken werden.

Dekoration zu Lammas:

Alles ist übervoll und die Sonne scheint so stark wie nie. Da es Ernte Zeit ist, steht die Farbe Gold, wie das Korn an erster Stelle. Ährenbündel und Sonnenblumen auf dem Altar, goldene Bienenwachskerzen und selbst gebackenes Brot. Kornblumen und Magariten. Einen Erntekranz daraus zu basteln und diesen auf dem Altar inmitten einer Goldenen Kerze , sieht erhaben aus und erfreut die Götter.

Minervas Zauber Tipp:
Gegenzauber
Mondphase: Neumond
Es ist einfach alles wie verhext? Wenn Du das Gefühl hast, das jemand Dir nichts Gutes will, oder Dir gar Unglück angehext hat, dann solltest Du mal diesen Zauber ausprobieren:
Alles was Du brauchst sind diese Dinge:
1 Brennesselblatt (getrocknet) , Salbei, Wacholder und eine Haselnuss. Ein kleines Säckchen in Schwarz ( am besten einen Naturstoff wie Baumwolle oder Leinen nehmen). Nehme die Blätter in die Hand und zerbrösele sie, so das sie in das Säckchen passen. Zusätzlich kannst Du noch Themenbezogen ein Anna Riva Öl darüber träufeln oder Pulver dieser Hexe mit hinein geben. Trage diesen Talisman immer bei Dir, bald wist DU feststellen, das keine Dir mehr etwas anhaben kann.