Es spricht die Göttin:
Spürst Du mich? Nein?! Ich trage Dich auf meinem Rücken. Am liebsten habe ich es, wenn Du Barfuss auf mir läufst, dann kann ich ungehindert mit Dir kommunizieren. Lass mich Dich kennen lernen! Hörst Du, wie meine Kinder, die Bäume, nach Dir rufen? Du solltest Dich nicht verschließen, sondern Dir Zeit lassen und Dich mit ihnen unterhalten. Sie können Dich viel lehren und viel erzählen. Sie wissen, was wichtig ist. Siehst Du mich dort unten an der Quelle sitzen?! Ich bin das kleine Mädchen, das mit nackten Füßen mit dem Wasser spielt und Dir zu lacht. Du solltest dem Quell genau zuhören, er kann recht laut werden, wenn er will. Ein Quell hat viel zu berichten und er ist sehr weise. Du brauchst nur Zeit! Spüre dem kleinen Mädchen nach, ziehe Deine Schuhe aus und fühle das reine Wasser an Deinen Füßen.
Höre, was es Dir sagen will:
Ich bin hier! Ich bin überall! Auch in Dir!
Mein Juni:
Langsam wird es warm um uns herum. Aber schon steht wieder die Sonnenwende bevor, eines der schönsten Feste im Jahreskreis. Viele Leute schmieden Urlaubspläne und bereiten sich auf die Hitze des Sommers vor. Sommer Kleidung wird gekauft, ob es nun noch regnet oder nicht, alle sind in Sommerlaune! Ich richte meine Sinne nach außen, lese in der Licht-Zeit nicht viel, sondern lerne direkt aus der Natur. Ich versuche so oft, wie es mir möglich ist, draußen zu sein. Rituelle Dinge werden nun wieder in den Wald gelegt, in der Hoffnung das die Sonne mir lang und warm dabei ihre Unterstützung gewährt.
21-23. Juni / Sonnenwende / Litha /Lughnasad
Geschichtliches:
Die Sonnenwendfeste haben vor allem in den germanischen, nordischen, baltischen, slawischen und keltischen Religionen einen festen Platz. In der keltischen Mystik heißt der Tag der Sommersonnenwende Alban Heffyn.
Dieser Brauch wurde, wie alle wichtigen Feste der vorpatriarchalen Zeit, auch in die christliche Tradition aufgenommen. Natürlich abgewandelt, um die ursprüngliche Herkunft zu verschleiern: Aus der alten Feuer-Magie wurden die Johannisfeuer, die in den Alpenländern am Tag Johannes’ des Täufers (24. Juni) entzündet werden. Es sind meist auf Bergen oder hoch gelegenen Plätzen angezündete große Holzfeuer, sowie die in manchen Teilen Deutschlands üblichen Bräuche wie das Scheibenschlagen oder das Anzünden von Feuerrädern.
Im Ablauf der Feierlichkeiten sind noch deutliche Anklänge an vorchristliche Riten anlässlich der Sonnenwende zu verzeichnen. So sind beispielsweise das Sonnwendfeuer, das Überspringen des Feuers, das Rollen brennender Räder von Hügeln oder das Anzünden vieler Feuer auf den Feldern alte Fruchtbarkeits-- und Reinigungsriten.
Die Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres, war neben dem Julfest auch der Höhepunkt des germanischen Jahres. Zwischen Mittsommer und Frühherbst lag für unsere Vorfahren die reiche Zeit des Jahres - aber auch wegen der Ernten eine arbeitsreiche Zeit, die wenig Zeit zum Feiern ließ. Mittsommer liegt noch vor der Heuernte, man hatte also Zeit für ein großes Fest.
Midsommar war bei den Germanen ein Fest zu Ehren Sunnas oder Sols, der personifizierten Sonne. Es ist aber auch ein Fest zu Ehren eines göttlichen Paars, entweder Odin / Frigg oder Balder / Nanna oder Freya / Freyr, das die Fruchtbarkeit der Jahreszeit verkörpert.
Das Fest wurde unter freiem Himmel gefeiert. Wie bei allen Sonnenfesten spielte das Feuer eine große Rolle. So wurden auf Hügeln und am Strand Sonnwendfeuer angezündet, wie noch heute beinahe überall im Norden. Wahrscheinlich brachte man Rauchopfer. Sicherlich wurde auch um das Feuer getanzt, vermutlich im Kreis und im Uhrzeigersinn. Dass kräftig geschmaust und getrunken wurde, ist klar, das auch hier unsere Ahnen im körperlichen Sinne vereinigten, ist anzunehmen.
Aus welcher Zeit der Brauch, brennende Reifen, Symbole für das Sonnenrad und den kreisförmigen Weg alles Lebens, Berghänge und Hügel hinunterrollen zu lassen, stammt, ist umstritten. Vielleicht ist er nur eine Neuschöpfung der Romantik.
Wie kann es anders sein - auch dieses Fest wurde von der Kirche "zwangsadoptiert" und umgestaltet. Sie musste zu diesem Zweck sogar den Johannistag verlegen, damit er näher an die Sonnenwende rückte.
Unser Kreisfest:
Die Sonnenwendfeier ist die längste Feier für uns. Jeder bringt etwas zu essen und Getränke mit. Fröhlich wird sich im Kreis versammelt, getrommelt und gesungen. Sorgen und Probleme werden in den Kessel gegeben, auf das nichts unser Fest mehr trüben kann. So manch eine Frau vollbringt in dieser so kraftvollen Nacht einen Wunschzauber.
Wir entsinnen uns aber auch dem Sterben, das der Tod immer gegenwärtig ist. Von mir wird der Sonnenwendsegen gesprochen, mit dem Wissen, das an diesem Tage und in dieser Nacht, tausende von Gleichgesinnten, überall in Europa dieses Fest begehen. Erfurcht erfasst uns. Wir senden unsere Wünsche den vielen Brüdern und Schwestern an den Externsteinen, an den Bruchhauser Steinen, an den vielen Quellen und in den Wäldern. Und vielen wird bewusst, wie eindrucksvoll es gewesen sein muss, als die Sonnenwendfeuer noch auf jeder Erhöhung brannten! Wir sitzen nun im Kreise und warten auf das Untergehen der Sonne. Im halbdunkel reichen wir uns Kerzen, gehen gemeinsam leise singend zur Quelle und sprechen einen Quellsegen aus. Mit Bunten Bändern und Blumen wird sie geehrt und für alles Leben gedankt, das aus dem Bauche der Göttin entspringt:
„ Unser Geist will zu Dir
Will lernen und wachsen
Unser Geist will zu Dir
Und nichts hält uns auf!
Göttin wir danken Dir
Deine Kinder, die sind wir!
Du bist die Kraft, die in allem wohnt!Der tanz von Sonne
Der Tanz von Mond
Du bist die Hoffnung, die nie vergeht
Wie die Gezeiten, vom Wind verweht!
Hexeninformation:
Der Name Juni leitet sich ab von dem der Göttin Juno, Beschützerin der Frauen und der Ehe. Hier hat die Tradition, im Juni zu heiraten, ihren Ursprung. In diesem Monat gibt es zahlreiche Blumenfeste, Rosenschauen, Hochzeiten und Tanzveranstaltungen. Die Mittsommernacht ist für liebende in aller Welt ein bedeutsamer Tag, um die Zukunft vorauszusehen, Freudenfeuer anzuzünden und hindurch zuspringen, damit man im kommenden Jahr Glück hat.
Vollmondaspekt: Metmond, starker Sonnenmond
Botschaft:binden, führen, herrschen
Passender Zauber:Verehrung der Frauenmacht und Loyalität dem eigenen Geschlecht gegenüber, Zauber gegen Mörder und Vergewaltiger, Segnung bevorstehender unternehmen, Geldzauber, Liebeszauber, Wetterzauber , Schutzzauber.
Hexenfeiertage:
01. Fest der Göttin Carna
02. Juno-Reginatag ( Römisch)
03. Zweites Friedensfest: pax (römisch)
04. Fest der Rosen
07. Die Vestalien: Reinigung (römisch)
09. Fest der Göttin Vesta
11. Die Matralien (römisch)
13. Fest der Epona (keltisch)
14. Geburtstag der Musen (griechisch)
17. Hochzeit von Orpheus (griechisch)
21. Sommersonnenwende (Die Sonne tritt in das Zeichen des Krebses)
24. Glücksgöttin ( europa)
Fest de Göttin Vesta
Heute ist ein geeigneter Tag für Räucherrituale. Aber auch die Liebe steht unter einem guten Stern. Bereite deshalb ein Liebesmahl oder einen magischen Liebestrank zu. Opfere etwas davon der Göttin Vesta als Dank und genieße dann das zubereitete Mahl mit Deinem Liebsten.
Sommersonnenwende:
Zünde ein Feuer im Freien an. Tanze und singe um dieses Feuer herum, entweder mit Freunden oder auch nur mit Deinem Liebsten. Werfe Blumen, Heilkräuter und Wacholderzweige in das Feuer. Wenn die Glut etwas heruntergebrannt ist, nehmen Sie die Hand ihres Liebsten und springen mit ihm darüber.
Sammeln Sie am heutigen Tage Holunderblüten und Johanniskraut und bereiten Sie einen Tee daraus, dieser ist heute besonders wirksam.
Hexenrezept zur Sommersonnenwende:
Tomaten Baguette
Zutaten: 2-3 Tomaten, 1 Zwiebel, 3 Zweige frisches Basilikum, Olivenöl, Salz und Pfeffer, 1 Baguette
Zubereitung:
Tomaten abziehen , entkernen und würfeln, die Zwiebel klein hacken und die Basilikumblätter klein „wiegen“. Alles mit 3-4 EL Olivenöl vermischen und 1 Stunde ziehen lassen. Eine Pfanne mit Ölivenöl bestreichen und das Baguette in dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben in der Pfanne goldbraun braten und dann mit der Tomatenpesto bestreichen.
Guten Appetit!
Dekoration der Sonnenwende:
Die Sonnenwende verlangt nach einem satten Rot, die Göttin wird nun von der Jungfrau zu Mutter. Rosen und Farn sind schöne Pflanzen, rote Decken, und roter Wein sind angebracht.
Viele Kerzen in Rot , denn die Sonnenwende ist auch ein Feuerfest.
Minervas Zaubertipp: Unheil abwehren
Mondphase Vollmond
Dieser Zauber kann beides, einmal Unglück abwenden, zum anderen das Glück anziehen
Du nimmst dafür je eine Kerze in der Farbe Rot, Weiß, Orange, Schwarz und eine in Deiner Lieblingsfarbe oder in Deiner Astrologischen Farbe. Außerdem etwas Lavendel und Rosmarin Öl ( bitte rein ätherisches Öl) und entweder einen fünfarmigen Kerzenleuchter oder fünf einzelne Kerzenleuchter. Nimm Dir viel Zeit für dieses Ritual. Nimm nun die Rote Kerze und bestreiche sie mit dem Lavendelöl und zwar von oben angefangen. Nur bei der Schwarzen Kerze beginnst Du von unten und nimmst das Rosmarin Öl. Diese Kerze symbolisiert das Pech und alles was Dich im Leben behindert.
Stelle die Kerzen in den Leuchter und entzünde zuerst die in Deiner Lieblings/Astro Farbe.
Dabei sprich folgende Worte: Dein Licht symbolisiert mich. Nun entzünde die schwarze Kerze mit den Worten: Dein Licht ist alles, was mich behindert und alles Unglück was mir widerfährt.
Weiche von mir!
Nun entzünde die Weiße und sage dabei: Dein Licht ist all das Gute, was ich empfangen werde. Ich heiße es willkommen!
Bei der Orangenen Kerze sagst Du:
Das Glück werde ich hegen und pflegen!
Zuletzt kommt die Rote Kerze mit den Worten: Dein Licht ist die Energie, die dies alles beschleunigen wird! Mach eine Pause , schau auf die brennenden Kerzen und sage: Ich begrüße das Glück, was mir nun geschenkt wird. Bitte warte nun bis alle Kerzen vollkommen abgebrannt sind und entsorge die Reste in ein fließendes Gewässer, Toilette oder in die Bio Tonne.