Es spricht die Göttin:
Es macht Spaß die Blätter bunt zu färben. Spürst Du meinem Atem, er rüttelt und schüttelt an deinem Fensterladen. Ich sorge dafür, dass meine Kinder im Wald bereit sind für die kalte Jahreszeit. Bist Du bereit? Falls nicht, werde ich Dich mit einer Krankheit quälen, die ihr „Depression“ nennt. Du solltest Dir die letzten Sonnenstrahlen einfangen! Denn ich komme mit Wind und Regen daher! Gut, ich kann auch Bunt und Warm, wenn ich mag. Aber alle meine Töchter und Söhne haben Fröhlichkeit und wärme in ihrem Herzen, das weiß ich!
Aber am Ende dieses Monats werde ich grau und alt.
Mein Oktober:
Der Oktober kann wunderschön bunt und sonnig daher kommen, aber auch nass und grau. Im Allgemeinen erfreue ich mich daran, das es nun nicht mehr lange ist, bis die Tage sehr kurz und dunkel werden. Samhain naht, es wird langsam kalt und grau. Ich mag diese Zeit der Inneren Einkehr sehr!
Ich mag ja auch die Percht und Frau Hel, genauso wie Hekate. Ich bin im November geboren und somit ein wirkliches Samhain Kind. Dafür kann ich nichts!
Im Geschäft wehre ich mich jedes Jahr wieder vor Samhain irgendwelche Weihnacht oder Jul Ware anzubieten. Obwohl ich schon anfange zu Hause, wie im Laden alles auf Herbst zu trimmen. Kürbisse, Weinlaub und viele schöne Düfte gehören ebenso dazu, wie gute Tees. Jetzt macht auch das Wannenbad wieder so richtig Spaß! Wenn es draußen stürmt und tobt, dann fühle ich mich so richtig geborgen. Zum Ende des Oktobers, genauer gesagt in der Samhain Nacht ist bei uns Ausnahme Zustand angesagt. Die Kinder ziehen verkleidet von Haus zu Haus und in meinem Lädchen ist beim wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los! Dunkle Gestalten tummeln sich und schreien nach Süßigkeiten. Ich gebe sie gerne, denn der Segen der Kinder ist mir somit sicher! Auch meine Kinder ziehen an diesem Abend umher. Bis wir uns, da ich an diesem Tag ein Samhain Ritual abhalte, am späten Abend gemeinsam am Tisch wieder finden. Gedeckt wird für die Verstorbenen. Dann wird geredet, gelacht und zwischen durch immer mal wieder dem ein oder anderem verspäteten Geist geöffnet, aber selbst der bekommt an diesem Tag noch seine Portion Süßes!
Unser Kreisfest:
Samhain, das Ahnenfest und das Neue Hexenjahr im einem!
Wir schließen den Kreis, während wir unsere Ahnen einladen zu uns zu kommen. Dann opfern wir nacheinander Brot und Wein. Der Hexenkessel geht von Hand zu Hand, zieht räuchernd seine Runde im Kreis. Jeder ehrt damit seine Ahnen, manch einer laut , manch einer nur im Geiste. Es ist ruhig, fast gespenstig still um uns herum. Und Dunkel ist es, fast eine undurchdringliche Schwärze. So manch ein gerufener Ahne tritt hinter dem Kreismitgliedern hervor, ja, heute ist alles möglich! Es wird nicht unnötig gesprochen, auch nicht geäußert, was jeder sieht. Niemand soll unnötig verunsichert werden.
Das Ritual ist ein wenig unheimlich aber sehr würdevoll. Kälte zieht auf und Nebel wabert durch den Wald. Wenn wir nicht wüssten, dass wir beschützt werden, so würde uns in dieser Zeit im Wald sehr unwohl. Wir ziehen mit zu Hilfenahme der Ahnengeister die Tiergeister zu rate, wen begleitet im nächsten Jahr wohl welches Tier? Wieder stehen wir ruhig da, hören auf die Trommelschläge die leiser werden und bald verstummen. Nun wird der Sabbat Wein gereicht. Die Stimmung hebt sich plötzlich. Wie ein Schwall weißer Energie kommt auf und zu , erfüllt den Kreis mit Freude, alles Unheimliche ist fort! Wir trinken auf unsere Ahnen und wir stoßen an:
Auf ein neues glückliches Hexenjahr!
Hexeninformation:
Auch dieser Monat erhielt seinen Namen nach seiner Position im römischen Kalenderjahr (octo= acht) Nach dem gregorianischen Kalender ist er der zehnte Monat. Das zeigt nur wieder, wie Herrscher einfach die Zeit manipulieren, indem die deren Namen ändern.
Vollmondaspekt:Blutmond
Universalereignis: 31. Oktober samhain (halloween) , das Ende des Sommers, einer der höchsten Feiertage auf der Reise der erde um die sonne
Botschaft:Loslassen, säubern, sich erinnern, Vorbereitung auf den Winter
Passende Zauber: Schutzzauber, Aufhebung von bösen zaubern, Erinnerungsfeiern an die Toten, Abend der Abrechnung, Rückzahlung von Schulden.
Hexenfeiertage:
05. Tag des heiligen Geistes ( griechisch)
11. Fest der Göttin Demeter
12. Festtag der Göttin der glücklichen Reise ( römisch)
31. Samhain / Halloween ( keltisch)
Fest der Göttin Demeter
Demeter ist die Griechische Erdenmutter, die Saatgöttin. Sie segnet das Ackerfeld von der Aussaat bis zur Ernte. Und da der Ackerbau die Grundlage aller menschlicher Ordnung und der Gesittung bildet, so ist Demeter zugleich die Begründerin und Schützgöttin der heiligen Satzungen, auf denen die menschliche Gesellschaft beruht, vor allem die Ehe und die Kinderpflege.
Bringe Demeter einige Opfergaben , wie Ährenbüschel und frisches Obst oder Gemüse. Bitte sie um Gerechtigkeit und Frieden. Danke für die reichen Gaben, die sie Dir täglich beschert.
Geschichtliches:
Samonios, das ist der festlandkeltische Name von Samhain. Dieses Fest kann man bis ins 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurückzuverfolgen. Es ist mit seiner mindestens 5000 jährigen Geschichte eines der ältesten, belegte Fest der Menschheit und wurde auch von den Festlandlkelten gefeiert.
Samonios ist der keltische Jahresbeginn, das Fest der Ahnen und des Winteranfangs. Der Name Samhain leitet sich vom irischen "Sam-fuin" ab, was "Sommer-Ende" bedeutet.
Die Tageszeit dieses Festes ist die Nacht. Bei anderen indogermanischen Völkern hieß dieses Fest "Holla" oder "Frau Holle". Sie ist die Göttin der Unterwelt, die am Vorabend zu Samhain ihre Pforten öffnet, damit die Toten die Lebenden und die Lebenden die Toten besuchen können Samhain ist der Beginn der dunklen Jahreshälfte.
Das Jahr der Kelten begann nicht mit der, seit römischer Zeit maßgeblichen, Wintersonnenwende, sondern bereits Anfang November. Die Inselkelten des fernen Westens nannten dieses große Fest Sam(h)ain, zu Deutsch etwa "Sommerende". Es handelte sich um eine Art "Schwellen-Fest", dem niemand fern bleiben durfte. Während seiner Dauer stand nach keltischem Glauben einerseits die Zeit still, andererseits die Tür zur "Anderswelt", zur Welt der vorübergehend abgeschiedenen Toten, offen. So konnten die Ahnen nächtliche Besuche bei den lebenden Verwandten machen und ihnen damit Glück bringen.
Samhain war kein Fest der Trauer, wie seine christliche Adaptierung Allerheiligen/Allerseelen, sondern ein Fest der Freude und des Überflusses. Samhain war ein üppiges und ausgelassenes, aber auch "heiliges" Fest, bei dem Körper, Geist und Seele zugleich auf ihre Kosten kommen sollten. Tatsächlich stand um diese Jahreszeit weniger die Erotik im Vordergrund als die Ernährung. Im Rahmen einer Art kollektiven Schlachtfest fand dazu ein gemeinschaftliches, rituelles Festmahl statt, bei dem - wie könnte es anders sein! - in erster Linie und haufenweise Schweine verzehrt wurden.
Der vertraute Schweinsbraten zu Samhain diente allerdings nicht alleine der profanen, wenn auch wohlschmeckenden, körperlichen Sättigung. Vom rituellen Verzehr des Schweins erwarteten sich die Kelten insbesondere auch, dass es ihnen Unsterblichkeit verleihe. Die Geschichte dahinter ist viel tiefsinniger. Sie hängt mit der Vorstellung vom Heros der ewigen Muttergöttin zusammen, der in seiner Sommergestalt als Esus von einem Wildschwein (also eigentlich von einem Eber) symbolisiert wird. Zu Samhain wird der Sommerheros symbolisch geopfert, bzw. von seiner Mutter in seine gehörnte Wintergestalt Cernunnos (Symboltier Hirsch) verwandelt, um als solcher über die Anderswelt und alle Seelen und Lebewesen, die dort versammelt sind, zu herrschen, bis er zu Frühlingsbeginn, per Heiliger Hochzeit zurückverwandelt bzw. wiedergeboren wird - die bei uns schon hunderte Jahre vor Christus heimische "heidnische" Variante des Auferstehungsmythos.
Geopfert wurde neben den vielen Schweinen zu Samhain auch ein (weißes) Pferd, als besonderes Symbol für Licht, Weisheit und Orakelkunst, die ebenfalls zu Samhain wichtige Themen waren. Das Fleisch des Pferdes, das sonst tabu war, wurde von der Festgemeinschaft verzehrt. Nur der (ungenießbare aber symbolträchtige) Pferdekopf wurde aufbewahrt. Er war wesentlicher Teil eines Rituals, das, wie wir weiter unten noch erfahren, ein halbes Jahr später zu Beltene, dem großen Fruchtbarkeitsfest, stattfinden sollte.
Den gesellschaftlichen Höhepunkt zu Samhain bildete, wie noch heute zum Jahreswechsel üblich, der Rückblick auf das vergangene und die Vorschau auf das kommende Jahr. Dem diente der "magische" und "prophetische" Vortrag des höchsten Druiden mit dem dieser die Zuhörergemeinde buchstäblich fesselte und in seinen Bann zog
Hexeninformation:
Hexeninformation zum Monat November:
Dieser Monat erhielt seinen Namen vom lateinischen novem, » neun «, dass seine Position im julianischen Kalender bezeichnet.
Die Natur begibt sich nun in den Winterschlaf, Du solltest nun klar Schiff machen und Platz für Neues schaffen.
Diese Zeit ist die Zeit der Innenschau und des in sich Gehens, nicht der des Trubels und des Stresses! Deshalb denke ich, dass viele Leute krank werden, sie leben einfach gegen den Rhythmus. Halte Innenschau, lese viel und besorge dir so früh wie möglich deine Weihnachtsgeschenke, damit der Vorweihnachtlichen Trubel dir nichts anhaben kann. Genieße die kalt-nasse Jahreszeit mit guten Tees und vielen entspannenden Bädern.
Hast du in dieser zeit nicht auch ab und an das Gefühl, das dir jemand so quasi „über die Schulter“ schaut, ja?! Kein Wunder, denn der November ist der Monat des Ahnengedenkens. Ich erzähle gerne meinen Kindern von den einen oder anderen Familien Mitglied. Erschaffe dir in dieser zeit einen Ahnenaltar, stelle Fotos deiner Lieben Verstorbenen auf einen schön geschmückten Tisch, öfters mal frische Blumen und eine Kerze, hilft sich in liebe an sie zu erinnern. Und wer weis, vielleicht werden sie dir in der nächsten problematischen Situation hilfreich zur Seiten stehen.
Samhian als Hexenfest:
Samhain ist die Zeit, in der die Schleier der Welten besonders dünn sind und wir Hexen wissen, das in dieser Zeit die Geister frei herumwandeln. Wir sehen dies als ein wunderbares Verspechen des Lebens nach dem Tode und der Wiedergeburt an. Samhain das Ahnenfest und das Neue Jahr! Der vielleicht Unheimlichste, aber auch ein sehr interessanter Tag:. Das alte Jahr ist vorbei, der alte Gott stirbt, um durch die Göttin wiedergeboren zu werden. Es ist das Neujahr der alten Völker. Die Bewohner der Anderswelt, Feen und Elfen, kamen manchmal zu uns und auch die Ahnengeister sind willkommen. Damit sie auch den richtigen Weg fanden, höhlten die Menschen Runkeln aus und stellten sie in die Fenster, um den Wesen den richtigen Weg zu weisen. Dies ist das heiligste Fest im Jahr. Es ist der Sabbat des Zurückblickens und des in die Zukunft Sehens, des Opferns und der Erneuerung. Wir blicken in dieser Nacht auf das Jahr zurück und ziehen Bilanz, kommunizieren mit unseren Schutzwesen und danken ihnen für ihren Beistand und ihr Wohlwollen. Samhain ist die Nacht der Ahnen. Nie sind sie uns so nah, wie in diesen Tagen. Bitte um Schutz oder Hilfe, wenn nötig. Denke und rede oft von Deinen verstorbenen Familien Mitgliedern. Zünde Kerzen für sie an und stelle ihnen etwas Süßes hin. Die helle Zeit ist nun mit diesem Fest zu ende, das Dunkel überwiegt und damit die Kehr nach Innen. Dies ist die Zeit der Orakel, der Runen oder des Tarot. Es ist eine Zeit des Lernens, der Innenschau und des Reinigens. Auch die Zeit für Dich, sich mit deiner Dunklen Seite auseinander zu setzten. Ehre die Zeit vom 31. Oktober bis zum 3 November.
Hexenrezept zu Samhain: Zwiebelkuchen
Zutaten: 125g Mehl, 75g Butter, 4 Eier, 1TL Backpulver, 1 Prise Salz, 5-6 Zwiebeln, 100g geräucherter Speck, 250g Sahne, 1 TL Thymianblätter ( getrocknet) 200g geriebener Käser
Zubereitung: Mehl, weiche Butter ,1 Ei, Backpulver und Salz zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Eine Backform einfette und den Teig hinein geben, die Teigränder hoch ziehen. Den Boden mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen bei 200C etwa 10 Minuten backen, bis diese leicht braun ist. Zwiebeln hacken und den Speck würfeln, alles in einer Pfanne etwa 5 Minuten dünsten. Die Sahne mit den beiden restlichen Eiern , Pfeffer, Salz und dem Thymianblättern vermengen. Den Vorgebackenen Kuchen aus dem Ofen nehmen und die Zwiebelmasse darüber verteilen. Dann die Sahne Mischung darüber gießen. Mit dem geriebenen Käse bestreuen. Nun weitere 30 Minuten im Ofen backen. Den Zwiebelkuchen abkühlen lassen und lauwarm servieren.
Guten Appetit!
Dekoration für Samhain:
Klar, der Kürbis! Ausgehöhlt, mit Kerzen bestückt, einfach in jeder Form!! Denke in dieser Zeit einen Platz für den Ahnenaltar zu suchen, sie sollten besonders geehrt werden. Buntes Laub ist ebenso erwünscht, wie Kastanien, Nüsse und Eicheln. Die Kerzen können schwarz aber auch Orange sein, genauso wie das Tuch des Altares schwarz sein kann.
Minervas Zaubertipp:
Knotenzauber, um Schaden abzuwehren
Mit diesem Zauber kannst du den Schaden in Knoten bannen. Führe diesen Zauber bei abnehmendem Mond aus, dann wirkt er am besten. Du brauchst: Eine schwarze Kerze ( durchgefärbt), Schutzräucherung, eine Kordel in Schwarz.
Aufbau: Stelle die schwarze Kerze und das Räucherzeug auf einem Tisch oder deinem Altar auf und halte das Band bereit.
Durchführung:
Setze dich entspannt an einen Tisch oder deinen Altar. Erde und zentriere dich, und lass deine Gedanken zur Ruhe kommen. Wenn du meinst, dass du bereit bist, entzünde die schwarze Kerze und den Weihrauch. Nimm dir das Band und knote sieben Knoten hinein. Sprich bei jedem einzelnen Knoten außerdem folgende Worte mit Inbrunst und Überzeugung:
"Alles, was mir schaden will, halte in diesem Knoten still. Es sei gebannt und ich so frei, weil ich will, dass es so sei!"
Danach kannst du die Kerze löschen und das Ritual beenden. Das Band mit den sieben Knoten übergebe einem fließenden Gewässer, indem du es über eine deiner Schultern wirfst und nicht zurückblickst.