Der Anfang deines Weges…

Dein KÖRPER
Unser Körper ist einer der wichtigsten Bestandteile des Hexenweges. Physische und Phychische Gesundheit ist das A und O und ein muss. Zur physischen Gesundheit gehören die Pflege des Körpers und die Befriedigung seiner Bedürfnisse. Man kann seinen Körper zu immer größerer
Leistungsfähigkeit trainieren, indem man intensiv Sport treibt, dies ist meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig. Viel wichtiger ist, dass man lernt. sich in seinem Körper Zuhause zu fühlen, ihn zu "beleben". Dies bedingt auch. daß man aufhört ihn zu überfordern oder dass man lernt, die Überforderung zumindest so zu gestalten. dass er dadurch nicht geschwächt wird. Unser Körperist kein Gefängnis und man sollten ihn auch nicht als solches betrachten. Er ist eines unser wichtigsten Werkzeuge. und wir sollten uns bemühen, es in Ordnung zu halten.
Dazu gehört Körpergefühl und Kleidung
Viele Menschen fühlen sich in ihrem Körper nicht Zuhause, weil sie ihn nicht mögen. ihn für
hässlich halten. Gerade in spirituellen Bewegungen geht der Trend häufig in Richtung
Körperverdrängung. Gute Kleidung oder gar Make-up sind verpönt. denn schließlich strebt
man ja nur nach den "inneren Werten". Kleidung und .Make-up verändern einen Menschen
nicht nur in der Sicht anderer, sondern wirken auch direkt auf ihn selbst ein. Also ich persönlich finde, man sollte ruhig
versuchen, seine äußere Hülle zu verschönern. Es ist Oberhaupt nicht notwendig, jede Mode
mitzumachen; entscheidend ist vielmehr, dass man seinen eigenen Stil findet und dass man die
Wirkung von Farben, Stoffen und Schnitten testet.
Du solltest wirklich Bemüht sein, dein Äußeres im Einklang mit deiner Persönlichkeit zu bringen. Dies mag vielleicht ein wenig übertrieben sein, doch halte ich den Ansatz für grundsätzlich richtig.
Wichtiger erscheint mir allerdings das persönliche Experimentieren mit deiner Kleidung. Viele Menschen fühlen sich z.B.
kraftvoller, wenn sie Leder oder die Farbe schwarz tragen, andere mögen vielleicht Seide und Bunte Stoffe vorziehen vorziehen.
Schwarze Farben können die Konzentration fördern , Erdtöne sagen schon aus das sie den Menschen mit der Erdkraft verbinden.
Außerdem schützt schwarze Kleidung vor magischen An- und Eingriffen.
Blaue Farben haben oft eine beruhigende Wirkung und verleihen Geduld und ruhige Sicherheit.
Man könnte hier unendlich viele Beispiele aufzählen, aber jeder sollte für sich selbst herausfinden,
durch welche Kleidung er seine Kraft entwickeln und zum Ausdruck bringen kann. Allerdings solltest du darauf achten, daß du nicht
nicht von diesen Dingen ABHÄNGIG wirst. Wer sich nichtmehr ohne Make-up auf die Straße traut, hat bestimmt etwas falsch gemacht.
Und deffinitiv ist ein langes Kleid und Robe bei der Magischen arbeit eher hinderlich als einfache, naturnahe Kleidung. Wer mag sich beim Kreisziehen schon gerne in einem Ast verheddern???
Deine Ernährung
Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung des Körpers. Das
Allerwichtigste ist, daß man die Dinge ißt. die einem schmecken. Man kann sich sehr damit
schaden, wenn man Lebensmittel in sich hineinwagt, die man zwar für gesund hält. die jedoch
nicht schmackhaft sind. Wir sollten essen was uns schmeckt und was uns bekommt.
Aber Nahrung sollte dennoch „Seele“ haben, Fast Food ist eher als Ausnahme zu betrachten!
Pflanzenkraft unterscheidet sich sehr von der Tierkraft. Nimmt man sehr viel pflanzliche Nahrung zusich und vermeidet man tierische Produkte, lebt und arbeitet man mit Pflanzenkraft. Diese ist nicht "besser" als die Tierkraft, auch wenn uns manche Vegetarismus-Fanatiker dies einreden wollen. Es ist einfach eine andere Kraft.
DU solltest darauf achten. welche Kraft du in
bestimmten Situationen brauchst und diese dann zu uns nehmen. Wichtig ist aber immer zu prüfen, welche Lebensmittel Kraftvoll sind und nicht ihrer Seele beraubt wurden.
Wir sollten testen, welche Nahrungsmittel uns in bestimmten
Situationen helfen, unsere eigene Kraft aufzubauen. Dies kann zusammen mit der Schulung
des Geschmackssinns geschehen. Auch die Menge der Nahrungsmittel sollte situativ bestimmt
werden.
Deine Bewegung
Jeder Körper braucht ein gewisses Maß an Bewegung, um nicht schlaff und funktionsuntüchtig
zu werden. Da heute viele Menschen den ganzen Tag in Büros sitzen oder einen großen Teil
des Tages mit einseitigen Bewegungen verbringen, sollte man darauf achten, daß man sich
wenigstens gelegentlich seines ganzen Körpers
bewußt wird. Einseitige Sportarten sind zu vermeiden. Nordic Walking im Wald oder auch das Mountainbiking würde so gar nicht zu einer Schamanischen Hexe passen, auch hetzten wir nicht durch die Wälder!
Empfehlenswert finde ich . Tai-Chi,
Judo. Karate, Tae Kwon Do etc., Tanz und Bauchtanz, Yoga und ähnliches.
Deine Entspannung und das Schlafen
Genauso wichtig ist es.das du deinem Körper genügend Ruhephasen gönnst. Du solltest
darauf achten, genügend Schlaf zu bekommen denn schließlich ist die Zeit. die du mit
Schlafen verbringt, nicht verloren. Wenn wir mit Träumen arbeiten, können wir sie nützen und
währenddessen unseren Körper entspannen. Außerdem kann man noch zusätzlich
Entspannungsübungen durchfuhren. Dies ist besonders dann anzuraten. wenn man sich
während des Schlafens verkrampft und morgens mit steifen Gliedern aufwacht.
Sexualität
Man lasse sich bitte nicht von irgendwelchen "Weiß-Tantrikern" einreden, dass Sexualität nur
auf einer hohen vergeistigten Ebene stattfinden dürfe, am besten sogar ohne jegliche
körperliche Berührung. Die sexuelle Askese oder auch die Vergeistigung der Sexualität stellen
wichtige Techniken im Rahmen sexualmagischer Praktiken dar. Sie dienen dazu. durch ein
Anstauen bzw. Umlenken der Sexualenergie einen AKT DER ENERGIE hervorzurufen.
Deine Energie und Kräfte
Du musst deine Aufmerksamkeit für deine Bedürfnisse schulen. Aber du musst diese Kräfte
auch festhalten können, denn wenn jede Kraft sofort wieder ausfließt, weil unser Körper
schwach ist, können wir sie auch nicht nutzen. Wenn sich beispielsweise jemand ständig müde
und matt. fühlt, hat er die Möglichkeit. durch gezielte Aufnahme von Energie, diesen Zustand
zu ändern. Doch er kann soviel Energie aufnehmen wie er will - wenn der Körper
Schwachstellen hat, wird sie sofort wieder ausfließen, und der alte Zustand ist wieder
hergestellt. Jeder sollte also die Schwachstellen seines Körpers herausfinden und versuchen.
sie zu flicken. Es besteht immer eine Wechselbeziehung zwischen Körper und Kraft. 'Wenn
wir unseren Körper pflegen, gewinnen wir Kraft, denn unsere Kraft kann sich mit anderen
Kräften verbinden und im Körper verbleiben; dadurch wird auch der Körper wiederum
kraftvoller. Es nützt nicht viel, ständig wie ein Vampir aus allem Kraft zu saugen, wenn man
sie doch nicht halten kann. In ein Faß ohne Boden kann man soviel gießen wie man will. es
wird nie genug sein. Flickt man zuerst den Körper. hat man nicht ständig ein Kraftdefizit und
kann sich bei der Aufnahme von Kräften auf jene beschränken. die man gerade braucht, um
eine bestimmte Handlung durchzufahren. für die die eigene Kraft nicht ausreichen würde.
Der Schamane gibt niemals seine eigene Kraft weg. 'Wenn er eine Heilung durchfuhrt,
bittet er die Kräfte. die er braucht, zu ihm zu kommen, und er nimmt sie zeitweise in sich auf,
um dem Patienten helfen zu können, oder er gibt sie direkt an ihn weiter. Im Idealfall
stabilisieren sich Kraft und Körper gegenseitig.
Während seiner Lehrzeit arbeitet der Schamane häufig mit der Technik der Nicht-Befriedigung
der körperlichen Bedürfnisse. Durch Fasten, sexuelle Enthaltsamkeit, Schlafentzug etc. wird
eine Spannung/Erschöpfung erzeugt, die es dem Lernenden ermöglicht, einen Moment der
Kraft herbeizuführen. Der erfahrene Schamane benötigt diese Techniken jedoch nicht mehr,
weil er beliebig ins Zentrum der Kraft eintreten kann. Er befriedigt die Bedürfnisse seines
Körpers, damit dieser ein perfektes Gefäß für die Kraft abgibt.
Dein Geist
Gehe in eine Buchhandlung oder Bibliothek und schaue nach, was es dort an Informationen über die verschiedenen Religionen gibt. Fange bei den Welt Religionen an und arbeite Dich zu kleineren Gruppen vor. Du benötigst einfache, grundlegende Informationen, um zu verstehen, an was Menschen glauben, seien sie nun gewöhnliche Katholiken und Protestanten oder Angehörige der anderen Weltreligionen wie Buddhismus, Hinduismus, Judentum, Shintoismus, Islam oder Anderer . Mache Dich auch mit der griechischen, römischen und ägyptischen Religion aus der alten Welt vertraut, denn diese Religionen habentiefgreifende Auswirkungen auf einige Aspekte des modernen Heidentums.
Interessiere Dich für das Haus, in dem Du wohnst, und finde heraus, war-um es
sich dort befindet und was sich vor diesem Haus dort befunden hat. Schaue Dir deine Umgebung gut an. Umgebe Dich mit Farben und Stoffen mit denen DU dich wohlfühlst. Gestalte deinen Altar als Kraftpunkt in deinem Zuhause.
Finde heraus, welche heiligen oder besonderen Orte es in Ihrer Gegend gibt und woher die
Ortsnamen kommen. Wenn Du Kontakt zu älteren Menschen hast, zum Beispiel deinen
Großeltern oder anderen, dann befragen Sie sie, wie das Leben an diesem Ort früher
war, ob es bestimmte örtliche Feste oder eigentümliche Bräuche gab und wo, auch Gruselgeschichten und alte Sagen sind wichtig.
Dem Mond schenke besondere Beachtung, lerne wie er seine Position am Himmel verändert, wenn der Himmel klar ist. Lerne ohne Mondkalender zu bestimmen welche Mondphase ist.
Gehen Sie zum nächstgelegenen heiligen Platz, und spüre seine Atmosphäre. Inwiefern fühlt er
sich anders an?
Informiere Dich über das bäuerliche Jahr, die alten Gewohnheiten und Bräuche auf
dem Lande und die Arbeiten, die in den verschiedenen Jahreszeiten verrichtet wurden.
Finde heraus, ob es am Ort ein Museum mit alten Werkzeugen und Küchengeräten
oder mit Bildern und Zeichnungen von traditionellen Bauernhäusern gibt.
Setzte Dich mit der Verfolgung und Christianisierung Deiner Umgebung auseinander, auch mit den später folgenden Hexenverbrennungen.
Hier eine kurze Liste empfehlenswerter Bücher für den Einstieg:
Der Alte Pfadt, Vicky Gabriel , Arun Verlag
Marian Green: Naturmagie. Aurum, Braunschweig 1992
Ritualmagie. Aurum,Braunschweig 1993
Ute Manan-Schiran: Menschenfrauen fliegen wieder Knaur, München 1988
- Minerva, die Göttin und ich, Veth Verlag
- Scott Cunningham, Wicca
- Luisa Francie- Zaubergarn
- Starhawk, der Hexenkult als Ur Religion der großen Göttin
Minerva-Trudimonia ; Die Göttin und ich , Veth Verlag 2007
Die Natur im außen und im innen - Wie Innen so Aussen!
Und selbstverständlich die Natur kennen lernen! Wir leben einen Naturglauben, mit dem SCHWERPUNKT der NATUR!
Das heißt, mit wachen Sinnen durch die Natur gehen und lernen, was wann und wo wächst, welche Bäume es in Deiner Nähe gibt und ähnliches.
Besorge Dir Bücher mit der Flora und Fauna Deiner Umgebung. Du solltest darin auf jeden Fall alle Pflanzen die in Deiner Gegend wachsen finden. Studiere die Bücher gründlich und lerne die Pflanzen und Tiere Deines Umfeldes kennen. Mach dich mit dem Wachstum der Pflanzen vertraut, wann sie blühen, ob sie ein- oder mehrjährig sind etc. Beobachte den Mond, seine Veränderung, seinen Einfluss auf die Natur.
Sammle für alle Elemente einen Gegenstand der sie repräsentiert. Etwas Erde für das Element Erde, eine Feder für Luft, Quellwasser für Wasser etc. Gehe so oft es geht Nächtens nach draußen und versuche die Kraft des Mondes zu spüren, seine Energie. Mond, Mondkalender, Mondjahr, Jahreskreis, Sabbate, Elemente.
Sammle Kräuter, fang an Kamille, Brennnessel, Beinwell, Zitronenmelisse, Hagebutte und Pfefferminze für Tees zu sammeln. Das ist ein guter Anfang, wenn Du Dich mehr informiert hast, kannst Du alle Kräuter sammeln die Du möchtest. Sammle nur nicht mehr als Du benötigst, das gilt auch für den Wintervorrat .Ließ alles was Du über Kräuterheilkunde findest.Heilpflanzen, Hexenkräuter, Tees, Zubereitung, Sammeln von Pflanzen. Versuche selbst Kräuter zu ziehen.
Geh so oft es geht ins Freie und setzte dich unter einen Baum. Schließ die Augen und mache eine Entspannungsübung. Du wirst bald spüren dass der Baum einen Schutzkreis um sich selbst und um dich herum zieht, denn dieser Bereich wird durch seine Blätterkrone und seine Wurzeln geschützt, er ist ein idealer Kraftplatz. Du wirst mit dem Baum verschmelzen, Du wirst die Erdenergien, die nach oben fließen, spüren. Atme tief ein, rieche den erdigen Geruch, fühle die Aura des Baumes.
Wenn Du das im Wald machst kann es sein dass Du den Geist des Waldes, die Dryade, wahrnehmen wirst. Sie wird Dir manchmal ein kleines Geschenk machen, das kann ein Zweig sein der an Dir hängen bleibt, oder einfach nur ein Blatt das in Deinem Haar hängen bleibt. Lass aber auch ein Dankeschön an den Baum dort, ein bisschen Wasser im Sommer oder Vogelfutter im Winter.
Mach Dir eine Art Plan auf den Du das Jahresrad einzeichnest, die Himmelsrichtungen, die Sabbate mit Datum, vielleicht schreibst Du Dir noch dazu was Du mit diesen jeweiligen Zeitpunkten verbindest. Dasselbe könntest Du auch mit den Mondständen, den verschiedenen Namen des Vollmondes, machen. Dies sind alles schon Aufzeichnungen für dein erstes eigenes Schattenbuch.
Führe ein Traumtagebuch, beschäftige Dich mit Deinen Träumen, versuche sie zu deuten, informiere Dich über Traumdeutungen und lerne Deine Symbole und was Du damit verbindest kennen.
Mach Dir klar das eine Hexe ständig lernt und sich weiterentwickelt!
Löse Dich von Abhängigkeiten wie Nikotin und materiellen Dingen!
Schreibe alles auf, versuche es zumindest
Das Grimoire ist das Buch der Rituale, Sprüche und Rezepte, das eine Hexe wie ein Tagebuch führt und wie ein Geheimnis hütet. Es wird auch das Buch der Schatten genannt. In früheren Zeiten wurde das Grimoire oft in geheimer Schrift und/oder in verschlüsselten Texten niedergeschrieben, die nur Eingeweihte verstanden. Das lag zum einen an der ständigen Verfolgung, zum anderen aber auch einfach daran, damit kein Unwissender es lesen konnte und Schaden anrichtet. Beim Tode der Trägerin ging es an die beste Schülerin über oder wurde verbrannt. Leider ging auf Grund der Hexenverbrennungen viel Wissen verloren. Um ihr Wissen und sich selbst zu schützen gaben es die meisten darauf hin mündlich weiter.
Welchen Sinn hat es heutzutage ein Buch der Schatten zu führen? Heutzutage werden wir nicht mehr verfolgt und in dieser technisierten Zeit ist es sehr einfach übers Internet oder Bücher an Rituale, Sprüche und Rezepte zu kommen. Also warum sollte man sich noch die Mühe machen und eigene Aufzeichnungen machen? Wenn man sich intensiv mit Magie beschäftigt, probiert man zu Anfang sicherlich viele verschieden Dinge aus, bevor man für sich den richtigen Weg oder die passende Herangehensweise findet. Nehmen wir mal an von etwa 10 Versuchen klappt nur einer richtig gut. Wie will man dann noch wissen, was man da genau richtig gemacht hat, wenn man es sich nicht aufgeschrieben hat?
Gerade zu Beginn des Weges geht es um das Prinzip des Erfolges. Wie in den Naturwissenschaften sollte auch bei Umgang mit der Magie eine Art Protokoll geführt werden, über die Durchführung (wie führe ich das Ritual durch), und das Ergebnis (hatte das Ritual den gewünschten Effekt) eines Rituals bzw. eines Versuches. Und was ist ein Grimoire anderes als eine Sammlung derartiger Protokolle? Man kann es, wenn man möchte, auch als Tagebuch führen, Fortschritte bei Meditation und Visualisierung darin aufführen und ausprobierte Rezepte niederschreiben. Man sollte es als eine Sammlung des persönlichen Wissens betrachten.
Deine Geschichte und Dein Glaube
Beschäftige Dich mit deinen Wurzeln, beschäftige dich mit der Hexenverfolgung in deiner Umgebung und mit der Christianisierung. Falls Du Dich (noch) nicht mit dem Glauben beschäftigt und auseinander gesetzt hast, aus dem Du kommst, solltest Du das jetzt tun.
Mach Dir klar das eine Hexe ständig lernt und sich weiterentwickelt!
Löse Dich von Abhängigkeiten wie Nikotin und materiellen Dingen!
Schreibe alles auf
Das Grimoire ist das Buch der Rituale, Sprüche und Rezepte, das eine Hexe wie ein Tagebuch führt und wie ein Geheimnis hütet. Es wird auch das Buch der Schatten genannt. In früheren Zeiten wurde das Grimoire oft in geheimer Schrift und/oder in verschlüsselten Texten niedergeschrieben, die nur Eingeweihte verstanden. Das lag zum einen an der ständigen Verfolgung, zum anderen aber auch einfach daran, damit kein Unwissender es lesen konnte und Schaden anrichtet. Beim Tode der Trägerin ging es an die beste Schülerin über oder wurde verbrannt. Leider ging auf Grund der Hexenverbrennungen viel Wissen verloren. Um ihr Wissen und sich selbst zu schützen gaben es die meisten darauf hin mündlich weiter.
Welchen Sinn hat es heutzutage ein Buch der Schatten zu führen? Heutzutage werden wir nicht mehr verfolgt und in dieser technisierten Zeit ist es sehr einfach übers Internet oder Bücher an Rituale, Sprüche und Rezepte zu kommen. Also warum sollte man sich noch die Mühe machen und eigene Aufzeichnungen machen? Wenn man sich intensiv mit Magie beschäftigt, probiert man zu Anfang sicherlich viele verschieden Dinge aus, bevor man für sich den richtigen Weg oder die passende Herangehensweise findet. Nehmen wir mal an von etwa 10 Versuchen klappt nur einer richtig gut. Wie will man dann noch wissen, was man da genau richtig gemacht hat, wenn man es sich nicht aufgeschrieben hat?
Gerade zu Beginn des Weges geht es um das Prinzip des Erfolges. Wie in den Naturwissenschaften sollte auch bei Umgang mit der Magie eine Art Protokoll geführt werden, über die Durchführung (wie führe ich das Ritual durch), und das Ergebnis (hatte das Ritual den gewünschten Effekt) eines Rituals bzw. eines Versuches. Und was ist ein Grimoire anderes als eine Sammlung derartiger Protokolle? Man kann es, wenn man möchte, auch als Tagebuch führen, Fortschritte bei Meditation und Visualisierung darin aufführen und ausprobierte Rezepte niederschreiben. Man sollte es als eine Sammlung des persönlichen Wissens betrachten.
Rituale und Magie
Rituale sind das, was wir nach festen (auch selbst erfundenen) Abläufen erledigen/zelebrieren und eben auf diese Art und Weise Wünsche in unser Unbewusstes transportieren (oder auch umgekehrt).
Selbst das tägliche anzünden einer Kerze, kann ein Ritual sein, weil es eben jeden Tag passiert.
So kann ich auch eine Verbindung zu den Göttern herstellen, sofern ich Gottheiten als Bestandteil des Universums ansehe und verstehe, und/oder meine, das Göttliche liegt in der Natur an sich.
Den Alten Weg gehen, bedeutet eine ständige Auseinandersetzung mit mir und meiner Umwelt, bedeutet auch, sehr Verantwortungsvoll mit der Natur und allen Lebewesen umzugehen.
Verständnis und Akzeptanz (ich kann mehr akzeptieren als verstehen) erleichtern das Leben und lassen das innere Gleichgewicht finden.
Es ist ein Weg der ständigen Entwicklung, ein immerwährender Kreislauf, so wie die Jahreszeiten.
Ich gehe davon aus, das „meine“ Magie am wirkungsvollsten an Orten ist die ich kenne oder meine zu kennen. Hier spielt die Geographie für mich eine wichtige Rolle.
Der Ort, an dem ich die meiste Zeit verbringe, dessen Schwingungen sind am Besten auf mein Leben abgestimmt, bzw. umgekehrt. Dies kann ein Altar sein, oder auch ein Baum ( bei mir meine Goddess Höhle).
Sicher kann ich an jedem Ort der Welt Magie spüren und Rituale machen oder irgendwo tausend Kilometerweit von meinem Geburtsort entfernt meine Heimat finden.
Die Verbundenheit mit der bekannten Natur, den bekannten Abläufen der Jahreszeiten wirken sich bei mir in jedem Fall sehr positiv auf Meditation und rituelle Abläufe aus. Magie bedeutet für mich Leben, das Leben ist Magie!
Das Ritual
Es ist egal ob ein Ritual zum Sabbat, Esbat oder ein persönliches Ritual abgehalten wird, die Reihenfolge der Handlungen ist meist gleich.
Folgende Schritte für das Grundritual:
# Bestimmen der Grenzen Des Kreises
# Weihen Des Ortes mit Feuer oder Luft (Weihrauch), Wasser und Salz
# Ziehen Des Kreises, der den Ort Des Rituals abgrenzt
# Anrufung der Himmelsrichtungen /Elementarwesen
# Einladen der Göttin
# Versiegeln Des Kreises
# Wachrufen der Hexenkraft
# Segnen der rituellen Gegenstände, der Speisen und Personen
# Rituelle Arbeit (je nach Anlass)
# Feiern; zuerst Danksagung und Trankopfer für die Göttin, dann persönliches Zwiegespräch mit der Göttin
# Tanzen und Feiern der Freude Des Augenblicks
# Verabschieden der Geistwesen
# Auflösen des Kreises